Geschichte

 

 Jahr Ereignis
3000 v. Chr.  Zu dieser Zeit ließen sich vermutlich die ersten Siedler in der Gegend nieder, die heute als Dubai bekannt ist. Genauere Angaben sind heutzutage, trotz mehrerer Ausgrabungen in der Gegend und zahlreicher Artefakte, nicht mehr möglich. Die damaligen Siedler waren größtenteils Nomaden, Bauern und Fischer.
 7. Jhr. Der mächtige Familienklan Umayyaden übernimmt die Herrschaft in der Gegend des heutigen Dubai und führt den Islam als Religion ein. Der Islam ist bis heute die Hauptreligion in Dubai und bildet ein wichtiges Fundament der dortigen Kultur. Zu diesem Zeitpunkt siedeln in Dubai vermutlich größtenteils Bauern, Fischerfamilien und Perlentaucher. 
 1095 Ein arabischer Geograph erwähnt den Ort Dubai erstmals namentlich in seinen Aufzeichnungen, dem “Buch der Geographie“. 
 1580 Dubai entwickelt sich immer mehr zu einem zentralen und bedeutenden Handelsort. Den größten wirtschaftlichen Gewinn bringt das natürliche Perlenvorkommen im Persischen Golf. Neben Händlern und Perlentauchern besteht der Ort größtenteils aus Fischern, Bauern und Handwerkern, insbesondere Schiffsbauern. Angelockt von den fischreichen Gewässern und dem kostbaren Rohstoff Naturperlen, versuchten unter anderem die Portugiesen, Holländer und Briten in Dubai Fuß zu fassen und an Einfluss zu gewinnen.
 Anfang 19. Jhr.  Der einflussreiche arabische Klan Al Abu Falasa gründet offiziell die Stadt Dubai und übernimmt die politische Kontrolle des Gebiets. Dubai ist jedoch kein unabhängiges Emirat, sondern ein Teil des Hoheitsgebiets des Emirates Abu Dhabi.
 19. Jhr. In dem Stadtteil Deira kommt es zu einem verheerenden Feuer, das große Teile des Viertels zerstört.
19. Jhr. Dubai festigt seinen Status als logistisch günstig gelegener Handelsort. Der direkte Zugang zum Persischen Golf sorgt dafür, dass immer mehr Händler und Kaufmänner aus der Region und sogar aus Persien (heute Iran) nach Dubai kommen. Die Anzahl der persischen Händler steigt immer weiter, schließlich gründen die Perser sogar ein eigenes Stadtviertel, genannt Bastakiya, nach einer Region in Persien.
 1820 Der Scheich von Dubai unterzeichnet das Friedensabkommen “General Maritime Peace Treaty“ mit Großbritannien. In dem Abkommen verpflichtet sich Großbritannien dazu, unter anderem Dubai vor dem Osmanischen Reich, bzw. einem Angriff der türkischen Armee zu beschützten. Der Vertrag räumt Großbritannien zahlreiche Rechte und eine Menge politischen Einfluss in Dubai ein.
 1833 Dubai erklärt seine Unabhängigkeit von dem Nachbaremirat Abu Dhabi. Nach zahlreichen Konflikten in ihrem alten Herrschergebiet, den Liwa-Oasen, kommt der einflussreiche Al Maktoum Klan nach Dubai und übernimmt die politische Macht von dem bisher regierenden Abu Fasala Klan. Nachkommen des Maktoum Klans regieren noch heute in dem Emirat Dubai.
 1841 Eine Pockenepidemie bricht in Teilen Dubais aus, kann jedoch rasch eingedämmt werden.
 1870 Dubai entwickelt sich zum wichtigsten Hafen der Golfküste.
 1894 In dem Stadtteil Deira kommt es zu einem verheerenden Feuer, das große Teile des Viertels zerstört.
 1912 Der Scheich Saeed bin Maktoum bin Hasher Al Maktoum steigt zum Herrscher von Dubai auf. Er ist der erste Scheich, der den Herrschersitz jahrzehntelange innehatte. Er ist in erheblichem Maße für den wirtschaftlichen Aufstieg Dubais verantwortlich und herrscht quasi ununterbrochen bis zu seinem Tod im Jahr 1958.
 1930 Neben den beiden Weltkriegen hat auch die große wirtschaftliche Depression der 30er Jahre schwere Folgen für die Industrie in Dubai. Die ausgedehnten Handelsnetzwerke des Emirats werden durch die Kriege beschädigt und teilweise völlig zerstört. Auch Dubais florierender Perlenhandel trägt Schäden davon und erfährt einschneidende Veränderungen, unter anderem die Einführung der Zuchtperlen, die die teuren Naturperlen in Dubai unprofitabel werden lässt. Der Kollaps der Perlenindustrie ist ein schwerer Schlag für die Wirtschaft der Stadt, zahlreiche Bewohner verlieren ihre Einkommensquelle. Hunger, Armut und ein Mangel an Arbeit veranlassen viele Menschen dazu Dubai zu verlassen. Um den Verlust der Perlenindustrie auszugleichen, verlagern sich viele Händler auf den Handel mit Gold. Der Goldhandel ist bis heute einer der wichtigsten Wirtschaftszweige in Dubai.
 1938 Der wirtschaftliche Niedergang der Stadt bringt Hunger und Armut mit sich, die Bevölkerung leidet darunter und rebelliert gegen die Herrscher.
 1947 Es kommt zu einem Grenzkonflikt zwischen Dubai und dem angrenzenden Emirat Abu Dhabi. Der Konflikt eskaliert und es kommt zu mehreren bewaffneten Angriffen. Großbritannien mischt sich in den Konflikt ein und fungiert als Vermittler. Durch die Errichtung einer neuen Grenze, die als Pufferzone dient, kann ein Krieg zwischen den Emiraten abgewendet werden. Dubai profiliert sich immer mehr als Seehandelszentrum und zentraler Goldumschlagplatz.
 1950 Großbritannien verlegt seine Verwaltungsbüros von Sharjah nach Dubai, im Zuge dieses Umzugs erhält Dubai Elektrizität, Telefonleitungen und einen Flugplatz.
 1966 Nach intensiver Suche werden in Dubai kleinere Mengen Öl gefunden. Daraufhin vergibt die Regierung Schürfrechte an ausländische Ölfirmen, was zur Folge hat, dass zahlreiche ausländische Arbeiter nach Dubai immigrieren.
 1968-1976 Der stetig wachsende Strom an Immigranten lässt die Bevölkerungszahl in Dubai um 300 % ansteigen.
 1970er Dubai wächst dank seiner starken Wirtschaft kontinuierlich, welche sich größtenteils auf Öl, Gold, Import und Export und einen steten Fluss an Immigranten stützt.
 1971 Großbritannien zieht sich offiziell aus dem Gebiet des Persischen Golfs zurück
 2. Dezember 1971 Dubai und sechs andere Emirate erklären ihre offizielle Unabhängigkeit und gründen den Staatenverbund Vereinigte Arabische Emirate (VEA). Dubai und Abu Dhabi zusammen haben die größte Kontrolle in dem Staatenbund.
 1973 Dubai und die anderen arabischen Emirate schließen sich zu einer gemeinsamen Währungseinheit zusammen. Die Währung ist der Dirham der Vereinigten Arabischen Emirate oder auch VAE-Dirham. Diese Währung gilt bis heute in den Ländern der Vereinigten Arabischen Emirate.
 1979 Im Laufe der Jahre kommt es zu zahlreichen Konflikten zwischen den Emiraten, meist basierend auf Grenzstreitigkeiten. Im Jahr 1979 wird ein formeller Kompromiss gefunden, der sämtliche Konflikte erstmal beendet. In Dubai wird der Jebel Ali Hafen gebaut.
 1985 Rund um das Hafengebiet wird die Jafza (Jebel Ali Free Zone) gebaut. Diese Freihandelszone bietet ausländischen Firmen niedrige Steuern und viele Handelsmöglichkeiten. Aufgrund des enormen Erfolgs der Zone, ist die Jafza nur die erste von viele Freihandelszonen in der Stadt. Inzwischen existieren in Dubai zahlreiche Zonen, die entweder vollkommen von Steuern befreit sind oder zumindest niedrigere Steuern anbieten.
 1990 Der Golfkrieg beschädigt die Finanzwirtschaft der Stadt, zahlreiche Investoren und Händler kehren Dubai den Rücken. Nach dem Ende des Krieges erholt sich die Stadt jedoch rasch und profitiert erheblich von den Veränderungen in der Politik.
Ende 1990er  

Viele ausländische Handelsfirmen ziehen nach Dubai, oft aufgrund von Konflikten im eigenen Land. Nach dem Golfkrieg steigen die Ölpreise erheblich, dies hat zur Folge, dass Dubai sich stärker auf den Tourismus und freien Handel konzentriert. Um sich noch stärker als Handelszentrum und Tourismusmetropole zu profilieren, wird viel Kapital in die Infrastruktur und prestigeträchtige Bauprojekte investiert.

2003Wie schon während des Golfkrieges fungiert Dubai als Basis für die Alliierten, genutzt zum Auftanken, zur Lagerung, Stationierung etc. 
2008 Der wirtschaftliche Aufstieg des Emirates wird durch die Weltwirtschaftskrise abrupt beendet und verursacht hohe Schulden. Die Krise trifft Dubai schwer, viele Projekte im Tourismussektor, in der Infrastruktur, sowie zahlreiche Bauprojekte werden vorübergehend oder endgültig gestoppt. Es werden Maßnahmen angekündigt, die Steuern reduzieren und somit Dubai wieder als Wirtschaftsstandort interessant machen sollen.